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Ghee – go for gold

Sowohl in der indischen als auch in der pakistanischen Küche wird Ghee traditionell bei der Zubereitung von Speisen als fester Bestandteil verwendet. Die ayurvedische Lehre schreibt dem essbaren Gold bedeutsame Eigenschaften zu. Es wird ihm nachgesagt durch positive Beeinflussung der Verdauungsprozesse die Bekömmlichkeit von Mahlzeiten zu befördern. In unseren Kulturkreisen wird ihm zunehmend mehr Aufmerksamkeit zugewendet, da es für Menschen, die unter Laktoseunverträglichkeit leiden, eine attraktive Alternative zu Butter darstellt. Die deutschen Bezeichnungen für Ghee variieren. So wird es z.B. als geklärte Butter, gereinigtes Butterfett oder eine Art von Butterschmalz benannt. Milcheiweiß und –zucker sind Bestandteile der Butter. Bei der Herstellung von Ghee werden diese zunächst ausgesondert und schließlich entnommen, wodurch es für Menschen mit Laktoseintoleranz verträglich wird. Ghee ist relativ teuer – besonders in Bio-Qualität. Getreu dem Motto: “go for gold” erläutert die folgende Anleitung schrittweise, wie es gelingt, Ghee im Handumdrehen selberzumachen.

Zur Herstellung einer Menge Ghee, die bei regelmäßiger Verwendung für einige Wochen ausreicht, empfiehlt es sich drei Päckchen Butter (im Idealfall in Bio-Qualität) zu verwerten. Es wird ein kleiner Topf benötigt, den die 3 Päckchen Butter optimalerweise gut ausfüllen. Die Herdplatte sollte der Größe des Topfbodens entsprechen. Die Butter wird nun hineingelegt und zum Köcheln gebracht. Färbt die zerlassene Butter sich bräunlich, ist die Temperatur zu heiß. Bereits auf mittlerer Temperaturstufe schmilzt die Butter zügig. Wenn in der zerlassenen Butter kleine Bläschen entstehen, ist die Temperatur ideal. Auf der Oberfläche der Flüssigkeit bildet sich weißer Schaum, welcher bspw. mit Hilfe eines Löffels abzutragen ist. Durch dieses Verfahren wird die Butter geklärt, indem die Eiweißbestandteile sich lösen und extrahiert werden. Der Prozess ist etwa nach 10-15 Minuten abgeschlossen, sobald der gesamte Schaum herausgefiltert wurde. Die verbleibende Flüssigkeit ist dann goldgelb und klar. Sie kann dann durch ein feines Sieb gegossen werden. Das Sieb sollte mit einem dünnen und ungefärbten Leinentuch in Bio-Qualität ausgelegt sein. Die Flüssigkeit ist noch sehr heiß, so dass Vorsicht geboten ist. Hautkontakt kann zu Verbrühungen führen und sollte daher unbedingt vermieden werden. Es bietet sich an die Flüssigkeit in das Behältnis abzufüllen, in dem das fertige Ghee aufbewahrt werden soll.

Für die Verwendung eines plastikfreien Gefäßes dankt dir die Umwelt und deine Gesundheit. Gut geeignet ist hitzebeständiges Glas. Ist das flüssige Gold abgekühlt, hat es sich verfestigt. Bei hohen Außentemperaturen wird es wieder flüssig. Es ist mehrere Monate haltbar, sofern es dicht verschlossen gelagert wird. Die Haltbarkeitsdauer verlängert sich, wenn es kühl aufbewahrt wird. Bei der Entnahme ist darauf zu achten, dass saubere Gegenstände genutzt werden, da das Produkt ansonsten verunreinigt wird und verdirbt, da es einen Nährboden für Bakterien  bildet. Ghee kann vielfältig verwendet werden. Es eignet sich zum Backen, Braten und Kochen, da es sehr stark erhitzt werden kann. Gutes Gheelingen!

Disclaimer / Haftungsausschluss: Die hier beschriebenen Ratschläge basieren lediglich auf meiner persönlichen Erfahrung. Es handelt sich nicht um heilkundliche oder medizinische Auskünfte. Eine ärztliche Einschätzung wird dadurch in keinem Fall ersetzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden, ist ein Arzt zu konsultieren.